Fragen, Zitate, Gedanken. Ein kurzer Text, ein Bild, ein Gedanke. Was du mitnimmst? Das liegt ganz an dir.
Die Montagsgedanken erscheinen, wie könnte es anders sein, immer montags bei Insta. Sie greifen Gedanken auf, die uns im Laufe der Woche begegnet sind. Mal ist es ein Satz, mal nur ein Wort, was wir in der Welt, in Serien, in Filmen, in Gesprächen oder auch ganz wo anders wahrgenommen haben und mit dir teilen möchten.
Maßlos
Manchmal habe ich den Eindruck, wir leben in einer Zeit der Maßlosigkeit.
Wir haben das Maß verloren. Es gibt immer weniger Orientierungspunkte, an denen Menschen sich festhalten können oder wollen – und oft ist es einfach nie genug. Immer besser, weiter, größer. Wie früher. Wie gestern. Nur nicht wie jetzt.
Auch ich merke dabei, wie leicht man in eine maßlose „Dunkelheitsstimmung“ geraten kann. Paulus schreibt dagegen:
„Ich sage das nicht, weil ich Mangel leide; denn ich habe gelernt, mich in jeder Lage zurechtzufinden: Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: in Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung. Alles vermag ich durch den, der mich stärkt.“ (Phil 4,11 – 13)
Vielleicht ist das Gegenstück zur Maßlosigkeit nicht weniger, sondern bewusster. Nicht der Zwang, immer mehr zu wollen, sondern das Vertrauen, dass genug schon längst da ist.
#wunderpunkt #montagsgedanke #maßlos
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Klarkommen
Am vergangenen Donnerstag endete die Gruppentherapie, zu der ich jetzt fast ein Jahr jede Woche hingehen durfte.
Dieses Ende war und ist für mich immer noch kein gutes Gefühl.
In vielen Dingen komme ich sehr gut mit Aufhören klar. Aber in manchen gar nicht, so auch hier.
Ich fühle mich noch nicht bereit dafür, ohne jeden Donnerstag eine Einstiegsrunde, Themen, „was sagt die Gruppe“, Pause, Themen, Abschlussrunde zu haben. Das und die Menschen dort waren für mich ein wöchentlicher Ankerpunkt, an dem ich mich festgehalten habe und festhalten konnte.
Und jetzt ist es erstmal vorbei, auch wenn dieses Jetzt alles andere als überraschend kam.
Jetzt soll ich also ohne klarkommen. Und ich weiß nicht, ob ich das gut kann.
Was mache ich nun daraus? Vielleicht schreibe ich jeden Donnerstag zwischen 11.30 Uhr und 13.20 Uhr einen Text.
Vielleicht mache ich einen Instaaccount mit meinen Gedanken, Fragen, Dunkelheiten. Quasi Selbsthilfegruppe als Community … vielleicht einen Podcast.
Irgendwas, nicht um von meinen Gefühlen und Themen abzulenken,
sondern um weiterhin ein kleines bisschen besser mit diesen klarzukommen.
#wunderpunkt #montagsgedanke #klarkommen
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Wie spät bist du dran?
Wie spät ist es?
Seltsame Frage dachte ich letztens. Spät im Vergleich zu was?
Das hat was von: so und so viel Zeit ist bereits vergangen oder „ich bin ein bisschen spät dran“.
Und dann dachte ich an: Wie spät bist du dran?
An was? Im Vergleich zum wem? Zu spät? Oder zu früh? Und wie sehr binden wir unsere Lebenshandlungen an die Zeit? Während für Gott „tausend Jahre wie ein Tag sind“ (2. Petrus 3,8)
Wie spät ist es in deinem Leben?
#wunderpunkt #montagsgedanke #zeit #leben
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Wo gibt es Orte ohne Handy in deinem Leben?
Das habe ich mich heute gefragt. So ganz grundsätzlich ohne Handy, also nicht einmal draufschauen, auch nicht auf die Uhrzeit.
Eure Antworten auf diese Frage würden mich sehr interessieren. Teilt sie doch in den Kommentaren.
Ich bin erstaunt, wie wenige es bei mir sind.
Unter der Dusche, vor dem Spiegel beim Zähneputzen, Schlafend im Bett (Gott sei Dank), die Spaziergangrunde mit Simba unserem Hund, in der Kirche beim Gottesdienst, im Garten sowie beim Gartentor meines Nachbarn, Fahrradstrecken, die ich kenne, im Gruppentherapieraum, im Theater oder Kino (während des Films)…und dann wird es schon schwierig.
Ich würde gerne noch unseren Esstisch nennen, aber das wäre nicht wahr…
Ob das schlimm ist? Keine Ahnung. Aber mindestens interessant, vielleicht auch erschreckend.
Was sind deine Orte ohne Handy?
#wunderpunkt #montagsgedanke
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Unsterblich
Ich möchte ungern unsterblich auf dieser Erde sein. Wenn überhaupt, dann ohne lange nachzudenken, als abstinenter Vampir.
Umso befremdlicher finde ich die Vorstellung, dass einmal ein digitaler Avatar entstehen könnte.
Ein digitales Abbild von mir: Gedacht, um „für immer hier zu sein“. Denn ich glaube: Es ist gut, dass Dinge enden. Dass sie aufhören dürfen.
Ich halte es sogar für wohltuend, dass dieses Leben hier ein Ende hat. Ja, das ist oft traurig. Schmerzhaft. Lebensverändernd. Aber gerade ein Abschied, der hier eine gewisse sterbliche Endgültigkeit besitzt, macht deutlich: Wir sind hier nicht grenzenlos und nicht beliebig verlängerbar.
Und trotzdem bin ich froh, dass es die Ewigkeit gibt, sehr sogar. Aber sie ist etwas anderes als ein Server, der nicht abgeschaltet wird.
#wunderpunkt #montagsgedanke #endlichkeit #unsterblichkeit
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Wie weit?
Wie weit kann ich gehen? Diese Frage hat eine schöne Doppeldeutigkeit.
Zum einen: Wie weit, also welche Entfernung, kann ich gehen. Oder wie weit bin ich für eine Sache oder einen Menschen, bereit zu gehen.
In der Einleitung zur Bergpredigt sagt Jesus: „Wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm!“
Das verschiebt die Frage des Wie-weits aus meiner Sicht ein wenig in Richtung eines Entscheidenden-zulassens.
Was bin ich bereit, zu geben? Wo beginnen meine Grenze, wo endet meine bereitwillige Freiwilligkeit?
Ergänzung: Die Spiegelung der Person wurde mithilfe von KI erstellt.
#wunderpunkt #montagsgedanken
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100 Montagsgedanken
Kann man sich überhaupt so viele Gedanken machen? An manchen Tagen dachte ich: „Geht so, und jetzt auch noch ein Montagsgedanke.“ An anderen fiel es mir dagegen ganz leicht, weil mir der Gedanke im Alltag begegnet ist oder ich schon länger eine Idee dazu hatte.
Die Gedanken sind ganz unterschiedlich. Nicht alle stammen von mir, Max. Manche haben einen deutlicheren Bezug zu Glauben oder Spiritualität, andere erschließen sich erst auf den zweiten, oder zehnten, Blick.
Was mich immer wieder bewegt hat: Wie viele Gedanken sind wohl aus diesen 100 Montagsgedanken entstanden? Wie viele Menschen haben sie gelesen – und was ging ihnen dabei durch den Kopf? Sind daraus nicht noch viele, ja sehr viele weitere Gedanken entstanden? Vielleicht hat manch eine Person sogar eine neue Perspektive für sich und ihren Glauben entdeckt. Und mit Blick auf diese 100 Gedanken frage ich mich: Wo und wie oft kam Gott wohl auch im Verborgenen vor?
Ich bin froh, dass wir diese Gedanken geschrieben haben und dass wir sie weiter schreiben. Ich bin dankbar für die Perspektiven, die sich durch das Schreiben auch bei mir eröffnet haben. Es war und ist eines der ersten wunderpunkt-Projekte und das nun seit 100 Wochen.
Danke allen fürs Lesen, Schreiben und Gedankenmachen.
#montagsgedanken #wunderpunkt
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Im Sommer führte mich eine Autofahrt mitten durch die Stadt. Es war recht warm, und daher waren beide Fenster komplett geöffnet. Als der Verkehr an einer Ampel zum Stehen kam, flog plötzlich eine Libelle durch die Beifahrerseite hinein – sagte kurz Hallo – schwirrte an mir vorbei und verschwand auf der anderen Seite wieder in die Ferne.
Für einen kurzen Moment schien die Zeit stillzustehen. Wäre in der Zwischenzeit die Ampel auf Grün gesprungen, hätte ich es wohl verpasst. Kurz darauf setzte auch schon wieder der Alltag ein.
Zu Hause angekommen, dachte ich noch eine Weile über diese Begegnung nach – darüber, wie sehr uns die Natur umgibt, auch wenn sie nicht mehr überall sichtbar ist. Sie war schon lange vor uns da, während wir Menschen uns im Laufe der Zeit ziemlich breit gemacht haben. Und ich dachte an die kleine Libelle, die hoffentlich gut zu ihrem Ziel gefunden hat.
Wann hat das letzte Mal ein unerwarteter Gast bei dir vorbeigeschaut?
Danke Thore für diesen Montagsgedanken!
#wunderpunkt #montagsgedanken
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Sprachnot
Da sind wir also, mitten in Indien - Akku leer, kein Internet – und der Bus kommt nicht.
Entspannter Tag, ein kleiner Trip an den Rand von Delhi zum Roten Fort, bevor wir am nächsten morgen aus Neu-Delhi weiterziehen. Alles gut durchgeplant.
Und jetzt gestrandet.
Und auf einmal kommt eine ganz seltene Form der Einsamkeit auf.
Ovid schrieb im Exil darüber: die Einsamkeit, nicht verstanden zu werden.
Zuhause ist da, wo man deine Sprache spricht. Wo man dich versteht.
Und jetzt stehen wir hier ohne Plan, ohne Google Translator und es wird kalt.
Umgeben von Menschen, aber selten so isoliert gefühlt.
Warten wir noch auf den Reisebus? Vielleicht kommt er ja doch noch?
Wir haben Tickets, vielleicht lässt der nächste uns rein. Gibt‘s nen nächsten?
Tough ohne Internet. Man kann uns die Panik im Gesicht ablesen.
Und dann macht das jemand.
Ein alter Mann kommt auf uns zu, fragt uns mit fetzenhaften Englisch und Google Translate, ob wir Hilfe bräuchten. Wir antworten mit unseren ausgedruckten Bustickets und Angst in den Augen.
Er kenne jemanden von nem anderen Busunternehmen. Er ruft da kurz an, gibt uns ein Taxi aus, wünscht uns ‘ne gute Reise. Keine Stunde später ist alles geklärt - wir können gratis Plätze in nem Bus nach Neu-Delhi auffüllen.
Manche Sprachen spricht man wohl überall.
Wir schlafen völlig fertig im Sleeper-Bus ein. Fühlen uns irgendwie ein bisschen zuhause.
Danke Tim für diesen Montagsgedanken!
#wunderpunkt #montagsgedanken
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Momentan, wo sich das Jahr wieder dem Ende zuneigt und es in den letzten Wochen kälter geworden ist, erinnere ich mich gut an eine Zeit, als im Frühjahr die Vögel wieder regelmäßig zu zwitschern begannen.
Ich denke an einen Tag zurück, an dem die Sonne allmählich den gefrorenen Boden zum Tauen brachte. An diesem Tag fasste ich den Entschluss, meine Kamera wieder aus der Schublade zu holen und mich auf den Weg in den Wald zu machen, um ein paar Fotos zu schießen. Nach einigen Aufnahmen und Begegnungen – wenn auch eher aus der Ferne – mit verschiedenen Vögeln entdeckte ich auf einer Lichtung eine kleine Parkbank. Ich dachte, das wäre nun vielleicht ein schöner Moment, um schon mal ein paar Aufnahmen zu sichten. Kaum saß ich, war mein Blick schnell auf das kleine Display der Kamera gerichtet, ohne die Umgebung um mich herum wirklich wahrzunehmen.
Nach einer Weile legte ich die Kamera jedoch zur Seite und wagte einen Blick in die Weite. Und so saß ich da – einfach so. Was mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist: Es war erstaunlich erholsam, obwohl die Zeit gar nicht so lang war. Eine kleine Pause. Nicht geplant, einfach erlebt.
Oft denke ich, dass ich keine Zeit für solche Momente finde. Aber vielleicht ist es viel wichtiger, sich das gar nicht so oft einzureden. Und einfach offen dafür zu sein, solchen Momenten zu begegnen.
Wann hattest du deine letzte erholsame Pause?
Danke Thore für diesen Beitrag!
#wunderpunkt #montagsgedanken
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Drei Wochen war ich in Schweden, davon den größten Teil in Mittelschweden. Wenig Menschen, viele Tiere, Wälder, Seen, Ruhe, grüne, teils unberührte und unbetretene Natur: eine Kathedrale Gottes.
Mehrfach bin ich an Orte gekommen, an denen ich mich gefragt habe: Ob wohl da hinten, da hinter den riesigen Steinen oder unten in dieser super tiefen Schlucht schonmal Menschen waren? Wie viele Orte gibt es wohl, an denen noch kein Mensch war? Und wie viele natürliche Orte gibt es noch, an denen der Mensch kein Unheil anrichtet?
An einem Abend wurden wir mit Polarlichtern „beschenkt“, wie meine Frau immer sagt. Und während ich da, in der Kälte am Bootssteg stand, auf den See blickte, erfüllte mich Dankbarkeit für die ganzen Momente und Erlebnisse in dieser Kathedrale Gottes und ich sprach: Danke Gott.
#montagsgedanken #wunderpunkt
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„Lasst euch auch selbst als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen.“
1. Petrus 2,5
Der Spruch stört mich.
Ich versteh ja die Intention und so, aber mir is das viel zu brachial. Steine suggerieren Tragfähigkeit, Stabilität - ein festes Fundament.
Wichtig, klar, aber ne Kirche nur aus Steinen klingt nach nem düsteren, kalten Ort..
Ich überleg mir noch, was ich werde.
Vielleicht warmes Holz, auf dem man sich gerne ne Stunde ausruht nach ner langen Arbeitswoche. Das den hektischen Schall abdämpft und für Stille sorgt.
Vielleicht werd ich hübsches Glas, das manchmal warme Sonne von draußen reinlässt oder bunte Farben auf den Boden wirft, in die man sich verlieben kann.
Stein zu sein ist eigentlich auch cool - mit Tradition und Mission für ein ewig stabiles Weiterbestehen sorgen. Last abzufangen und auch abgeben können. Standhaft zu bleiben für seinen Glauben.
Hauptsache es gibt nicht nur Steine. Man soll sich ja auch wohlfühlen.
Danke Tim für den Montagsgedanken!
#wunderpunkt #montagsgedanke
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Im Foyer des Wuppertaler Hauptbahnhofs werden derzeit die prämierten und ausgewählten Bilder eines Fotowettbewerbs der Stadt ausgestellt. Als ich die kleine Ausstellung neulich an einem Abend entdeckte, schlenderte ich noch eine Weile zwischen den aufgestellten Wänden umher.
Nach etwa der Hälfte sprach mich ein älterer Herr an. Was genau er zu Beginn sagte, weiß ich leider nicht mehr – aber wir kamen daraufhin ins Gespräch. Über die Stadt und die Bilder. Danach schauten wir uns jede einzelne Aufnahme noch einmal in Ruhe gemeinsam an. Beim Austausch über die Gedanken, die uns in den Sinn kamen, verging die Zeit erstaunlich schnell.
Zum Abschluss bedankten wir uns beide für das nette Gespräch, wünschten uns noch einen schönen Abend und gingen schließlich unserer Wege, auf denen wir für ein paar Minuten eine gute Unterbrechung gefunden hatten.
Und ich stellte einmal mehr fest, wie zufällig Begegnungen entstehen können und dass manchmal nur die richtigen Menschen unerwartet zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein müssen, damit besondere Momente entstehen.
Danke Thore für diesen Montagsgedanken
#wunderpunkt
#montagsgedanken
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Seinen Platz finden
Seit ich politisch aktiver bin und das auch offener kommuniziere, begegnet mir immer wieder die Aussage: „Ich bewundere, was XY macht. Ich wäre auch gerne so aktiv, aber ich schaffe das nicht.“
Die Gründe dafür sind verschieden: zu wenig Zeit, Angst vor Repressionen, finanzielle Hürden, sich nicht informiert genug fühlen, Angst davor, sich in große Menschenansammlungen zu begeben, das Gefühl, nicht die notwendigen Fähigkeiten mitzubringen, sich unwohl fühlen, laut auf einer Demo zu rufen…
Dabei geht es vielmehr darum, seinen Platz zu finden, und weniger um die vermeintlich EINE perfekte Art aktiv zu sein.
Du hast das Bedürfnis, für etwas einzustehen? Für Demokratie? Für deinen Glauben? Für Menschenrechte? Dafür, dass alle Menschen ein Leben in Würde führen können? Für Gerechtigkeit? Für ein bisschen von allem? Dann bringst du die wichtigste Eigenschaft bereits mit. Jetzt musst du nur noch rausfinden, wo dein Platz sein kann. Die Frage ist also weniger, wie kannst du jemand werden, der du nicht bist, sondern wie können deine Fähigkeiten, die du ohnehin hast, dazu beitragen, dass wir gemeinsam als Menschen eine bessere Zukunft für alle formen.
Vielleicht bist du superkreativ und es fällt dir leicht, inspirierende Kunst zu erschaffen. Vielleicht kennst du viele Menschen, die du miteinander verbinden kannst. Vielleicht hast du Material oder Tools, die du anderen zur Verfügung stellen kannst. Vielleicht kannst du sehr gut zuhören, vielleicht hast du einen Ort, an dem andere Menschen sich ausruhen und Energie tanken können, vielleicht kannst du gut reden, vielleicht auch gute Reden formulieren, vielleicht kochst du super gutes Essen, vielleicht hast du medizinisches Wissen, vielleicht gibst du auch einfach die besten Umarmungen der Welt… egal was es ist, alles kann seinen Teil dazu beitragen.
Was es auch ist, wenn wir uns mehr als Gemeinschaft verstehen, dann ist eine Welt in der alle würdevoll leben können nicht nur möglich, sondern die einzig logische Folge. Davon bin ich überzeugt.
Danke Clara für diesen Montagsgedanken
#wunderpunkt #montagsgedanken
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Freiheit klingt oft nach etwas Großem, nach weitem Horizont, nach Politik und Geschichte. Aber manchmal entscheidet sie sich im ganz Kleinen, an einem Stück Papier, an einem Ticket für Bus oder Bahn. Mehrfach kein Fahrschein, kein Geld – und dann kann es Gefängnis bedeuten. Weil Armut sichtbar und bestraft wird.
Der Freiheitsfonds kauft Menschen frei, die wegen Schwarzfahrens in Haft sitzen. Er bezahlt Strafen, die sie selbst nicht tragen können, und schenkt Freiheit zurück. Darin liegt nicht nur ein Akt der Gerechtigkeit, sondern auch ein Echo biblischer Geschichten: um den Gefangenen Freilassung auszurufen / und den Gefesselten Befreiung. (Jesaja Kapitel 61 Vers 1). Freiheit ist kein Privileg für wenige, sondern Zusage für alle.
Am 27.11. ist Freedom Day. Ein Tag, der daran erinnert, dass Freiheit nie selbstverständlich ist. Sie ist zerbrechlich, sie ist politisch, und sie ist zutiefst persönlich. Vielleicht bedeutet sie für mich heute, nicht wegzusehen, nicht zu schweigen, sondern meinen Teil dazu beizutragen, dass Menschen in Freiheit leben können.
#wunderpunkt #montagsgedanken
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Vor ziemlich genau einem Monat begann ein neues Studium für mich. In diesem Monat kam nicht nur inhaltlich vieles Neue auf mich zu, sondern ich durfte auch viele freundliche Menschen kennenlernen. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Städten, manche haben zuvor Ähnliches studiert wie ich, andere wiederum ganz andere Fächer. Besonders spannend finde ich, welch beeindruckende Geschichten viele von ihrem bisherigen Weg bereits erzählen konnten.
Doch nicht nur die bisherigen Werdegänge sind vielfältig. Die Gruppe besteht aus verschiedenen Charakteren, die eine breite Palette an Interessen und eine große Menge an Wissen verbindet. Bereits nach diesen ersten Wochen fällt auf, dass durch die vielen Perspektiven, unterschiedlichen Erfahrungen und Meinungen zahlreiche tolle Ideen entstehen, bei denen jede einzelne von der Gruppe wertgeschätzt wird.
Alle vereint also nicht nur, den gleichen Studiengang auf dem Papier ausgewählt zu haben, sondern auch das gemeinsame Interesse, durch die Umsetzung von Ideen gesellschaftliche Momente zu schaffen, die etwas bewegen können. Dieses Miteinander und die Fülle an Ideen in so kurzer Zeit fand ich zum einen sehr beeindruckend und gleichzeitig inspirierend.
Wann hast du dich das letzte Mal inspiriert gefühlt?
Danke Thore für diesen #montagsgedanken #wunderpunkt
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